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Eine ungebändigte Lust, Geschichten zu erzählen, die sich einzig einer skurrilen Logik verpflichtet fühlen. Und zu diesen Geschichten groteske Bilder finden.

Gefahrenhinweise I

Das Leben ist voller Gefahren.

In Gefahrenhinweise I  wird der Mensch als forschender Mensch vorgestellt. Auf die Gefahren, die einem Forscher begegnen können, wird hingewiesen - seien es Bürokraten, sei es die Freiheit, sei es Augenkrebs. Das Video schließt mit dem dringenden Appell, die Gefahrenhinweisen nicht zu mißachten.

 



 

Darsteller: Andreas Kunze, Mlallackwemndodda, Christian Paulsen u.a.
color / 9.20 min. / 1989

Gefahrenhinweise I ist Teil einer Trilogie.  Gefahrenhinweise II  /  Gefahrenhinweise III

Gefahrenhinweise II

Im zweiten Teil der Trilogie Gefahrenhinweise werden metaphysische Fragen angesprochen.

Wie im ersten Teil wird der Mensch als forschender Geist vorgestellt. Doch ist der Mensch auch allein. "Ich brauche Hilfe." - "Können Sie mir helfen?" Immer und immer wieder wird diese Frage gestellt.

Helfen die in den Himmel ragenden, stromführenden Überlandleitungen, Kontakt zu bekommen? Ist Hilfe in der mystischen Atmosphäre der Wallfahrtskirche 'Maria Stein' zu finden? An welchen Vorbildern kann und soll man sich orientieren?

Und vor allem: Wie entkommt den Gefahren?

 

 

Darsteller: Karl-Heinz Mauermann, Christian Paulsen
color / 14.30 min. / 1997

Gefahrenhinweise II ist Teil einer Trilogie.  Gefahrenhinweise I  /  Gefahrenhinweise III

Das Wolgawürstchen

Das Wolgawürstchen, Videotape, Darsteller: Andreas Kunze, 1998, 5 Min

Das Video zeigt einen Metzger, der über einen verlassenenen Hinterhof geht, von Kühlhaus zur Wurstküche , zur Räucherkammer. Er geht seinen Erinnerungen nach, betrachtet die Räume, schlägt mit dem Metzgerbeil auf den Hauklotz, betrachtet ein Familienalbum. Plötzlich kippt die Situation. Ein nacktes, rohes Brathühnchen hängt von der Decke. Er schlägt es.

 

Das Video endet mit einem infernalischen Gelächter. Danach die Absage: Das Wolgawürstchen.

 

Das Wolgawürstchen im Rahmen von: Neue Kunst im Hagenbucher, Heilbronn

BEAUTY FARM - Zur Steigerung des Befindens

Kuratoren: Matthias Schamp, Steffen Schlichter

Die Anwendungen erfolgen am SAMSTAG den 29. SEPTEMBER 2007

Das Projekt BEAUTY FARM versammelt künstlerische Arbeiten, die sich mit  der Stellung des Menschen in einer beschleunigten Welt beschäftigen. Thema ist die Verortung, d. h. wie man sich des Raumes vergewissert und der Mittel, derer man sich dazu bedient: Auto, Wand, Kaugummi, Bügeleisen, Baggerschaufel etc. Die künstlerischen Beiträge sind mal hautnah dran an der Oberfläche, dann wieder weit entfernt, zoomen in die Tiefe, überstehen manchen Aufprall und klinken sich ein in Befindlichkeiten und Stimmungen. Verschiedene Medien und Techniken kommen zur Anwendung: Video, Aktion, Interaktion etc. Das Verhältnis von Körper und Raum wird mal subtil, mal forciert beleuchtet. Im Geflecht der Arbeiten scheinen Entsprechungen und Gegensätzlichkeiten auf.



Der Raum im Hagenbucher wird nach einer Zeit als Raum für Performances und Installationen seit 1999 als Kunst-Lager genutzt - wobei die Einlagerung hier nicht wie gewöhnlich im Verborgenen stattfindet, sondern als gebräuchliche, sonst latente Form von Kunstpraxis öffentlich gemacht wird. Da das Eingelagertwerden ein zeitweises Zur-Ruhe-Kommen der Dinge vom Gebrauch durch den Menschen ist, soll sich das Projekt BEAUTY FARM nicht störend auf den Gesamtraum auswirken. Vielmehr schmiegt es sich seiner Verwendung an, indem sich die Ereignisse ohne größere Eingriffe zwischen und um die eingelagerten Kunstwerke herum zutragen, die zugleich als Raumteiler fungieren. So konstituiert sich BEAUTY FARM im Matruschka-Prinzip - als Ausstellung in der Ausstellung.


 

Gefahrenhinweise III

Der letzte Teil der Trilogie Gefahrenhinweise wendet sich den Grundlagen des Sehens und damit den Grundlagen künstlerischen, bildnerischen Schaffens zu.

Wurde in den frühen 80er Jahren von Karl-Heinz Mauermann die Frage gestellt: "Was muß man sehen?", lautet die Frage jetzt: "Was kann man sehen?"

Was hält ein Auge aus? Fleischmesser? Bohrmaschine? Schraubstock? – Sehen Sie selbst!

ABER ACHTEN SIE AUF DIE GEFAHRENHINWEISE !

 

 

Darsteller: Sven Drühl, Christian Paulsen u.a.
color / 10.22 min. / 1997

Gefahrenhinweise III ist Teil einer Trilogie. Gefahrenhinweise I  /  Gefahrenhinweise II