Sprache / language

performances, die technische/wissenschaftliche Vorgänge thematisieren/simulieren. Laborsituationen, Experimentierfelder, Projektionen. Performances in den Grenzgebieten der Bildenden Kunst zur Literatur, zur Musik, zum Tanztheater. performances mit Musikern, Klangkünstlern, Choreografen.

Maschinenraum – on stage

Maschinenraum / engine room



khmfn zeigen Maschinenraum in einer ersten öffentlichen Probe im Frühjahr 2003
in der Wurstküche einer ehemaligen Metzgerei in Essen-Schonnebeck.

 


engine room was first publicly performed
at 'Maxis - International Festival/Symposium of Sound and Experimental Music',
ISCRiM (Interdisciplinary Centre for Scientific Research in Music),
University of Leeds, GB, 2003_04_01



 
 

khmfn gives a lecture at Metropolitan University, London, 2003_10_30
and demonstrates engine room



 


khmfn appears live at the symposium "The State of Affairs: Exploring the Relationship Between Visual and Sonic Arts"
organised by the Sonic Arts Programme, Middlesex University



This symposium aims to engage artists and theorists working within the sonic and visual arts, and those moving in-between, to discuss the state of the relationship between visual and sonic practices. In particular this symposium calls to engage in a critical re-thinking of this relationship in terms of conventions of presentation and distribution, concurrent technological developments, issues of teaching and, crucially, issues of theorisation and aesthetics.

The invited speakers introduce and debate their own art practices and research in reference to the relationship between sonic and visual arts. The practice and theorisation of these two 'modalities' or 'materialities' are scrutinised to consider the sources and consequences of their distinction. Issues of context and disciplinarity are central to these discussions, as are notions of space, time, conceptualisation and valuation.

The programme includes presentations of papers, performances and documentation of artists' own practices. There is no one particular aim to these proceedings. Rather, the intention is to bring together and survey concurrent opinions and ideas rather than problematise one particular issue.The assumption of the organisers is that there is an ever greater proximity between sonic and visual works, and that this proximity generates questions regarding the status and identity of either practice.


 

Invited Speakers

Hayley Newman is a London based artist who works predominantly in the modality of performance art.

Dr. Rob Stone is interested in relationships between audition, visual art and urbanism in different historical and poetic contexts.

Prof. Peter Rea is based in London and Bremen, Germany, and is a long time consultant in Lebanon. Throughout his career he has explored the relationship between sound and image, hearing and seeing, performance and graphics.

Brandon LaBelle is an artist and writer based in London and New York working in the field of sound- performance- and installation-art.

Cathy Lane is a composer, sound artist and Programme Director for courses in Sound Arts and Design at the London Institute.

Karl-Heinz Mauermann is a German based artist who works in the field of conceptual art. He describes classification systems for a chaotic world, utilising not only the visual arts, but also crossing the borderline towards literature and music.

Frank Niehusmann is a German based artist and composer. His compositions in electronic music are situated in the contexts of live performances, mixed media events, experimental videos, tv-films, radio broadcasts, theatre- and CD-productions.

Salomé Voegelin is a Swiss artist based in London. Her practice encompasses single screen and installation video work, sound pieces, radio productions as well as text based work.


 

Performance in Stuttgart, Musikhochschule, 22.11.2003



khmfn zeigen Maschinenraum auf Einladung von Peter Rea im Rahmen von
magnificient 7th, profile intermedia

international conference about
design | art | music | communication | fashion | film | digital media | video | photography | architecture | performance
3 | 12 | 2004



 


Maschinenraum / engine room was performed by khmfn at Foldback Sound Festival, London, 2006/08/04



 

 

 

Maschinenraum

eine sound-/video-performance

 



Das Duo khmfn zeigt Maschinenraum. Geheimnnisse existieren dabei nicht. Das offenbar zu Sehende ist das Geheimnis. Der Klangmaschinist Frank Niehusmann verfremdet und collagiert Industriegeräusche und Maschinenklänge mit seinem Laptop-Computer im Strahlengang einer Videoprojektion stehend. Er wird somit Teil der Projektion, reagiert auf sie und agiert in ihr. Der Bildinstallateur (Karl-Heinz Mauermann) schafft während der Performance eine kinetische Installation, eine ständig wechselnde Bilderwelt. Improvisierend baut er während der Aufführung diese Welt der Videoprojektion immer neu. Die so entstehenden Bilder befinden sich in labilen Zuständen. Minimale Eingriffe in das Rückkopplungssystem führen zu ästhetisch hochkomplexen, teilweise chaotisch ablaufenden Prozessen.
 

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Kaskadierende Metallkonstruktionen, innerhalb derer der Klangmaschinist Motoren heulen und Rammen donnern lässt, sind zusehen: reales Spielzeug und virtuelle Werkstatthalle. Auf der Bühne ist die Entstehung der Bilder für das Publikum sichtbar.

Die projizierte Bildabfolge basiert auf einer doppelten visuellen Rückkopplung von live aufgenommenen Videobildern einfacher selbstgebastelter Maschinenmodelle, opto-elektronischer Bauteile und Lichtreflexionen. Der Klangmaschinist wird zum Bestandteil einer ständig oszillierenden, gigantisch wirkenden Maschinenwelt.

Die Performance ist live, jede Aufführung einmalig und nur im Rahmen bestimmter Parameter, die die Partitur bilden, wiederholbar. Es existieren verschiedene Versionen des Stückes - zwischen 10 und 60 Minuten. Maschinenraum ist eine Arbeit über die Bedeutung von Klängen für die optische Wahrnehmung und über die Bedeutung von Bildern für die akustische Wahrnehmung. Maschinenraum ist ein System zur Erprobung von Wahrnehmungs-phänomenen.


    
 
Claudia Heinrich
Maschinenraum ist ein Konzert für Augen und Ohren
 
Ein kleines rotes Plastikherz, mit einem klassischen Metallbaukasten gebaute Konstruktionen, Schrauben, Drähte, aufziehbare Motoren und ein rotierender Hand-Miniventilator - dies sind einige der Protagonisten eines vielfältigen Miniaturpanoptikums, das in der Bild-/Klangperformance Maschinenraum zum Einsatz kommt. Der Bild-Akteur nimmt ein Ding nach dem anderen auf, positioniert es auf sich drehenden Plattentellern, bewegt es vor der Kamera hin und her und legt es wieder beiseite. Als monumentale Vergrößerungen - verfremdet in Farbe und Form durch ein ausgeklügeltes Aufnahmesystem aus sich gegenseitig beeinflussenden Videokameras - erlangen die Objekte in der Projektion auf der meterweit entfernten Leinwand ungewohnte Dimensionen.
 
Unentwegte Metamorphose findet hier statt: Mal generiert sich Bedrohliches, mal Beschwingt-Spielerisches, mal einfach undefinierbare abstrakte Strukturen, die pointiert, ja geradezu dramatisch überhöht werden durch die Industriegeräusche und Maschinenklänge, die der zweite Akteur live aus dem Laptop-Compter einspielt.
 
Maschinenraum ist ein Konzert für Augen und Ohren, eine Collage aus Objekten, Akteuren, Bildern und Klangfolgen. "Bildinstallateur" und "Klangmaschinist" agieren wie Mitglieder einer Jazz-Combo, spielen sich gegenseitig zu und entwickeln in der Reaktion aufeinander eine Dramatik, die sich, im Rahmen einer offenen Komposition, während des Performance-Prozesses auch improvisierend entwickeln darf.
Für das Publikum entsteht ein Rezeptionserlebnis auf zwei simultanen Ebenen. Es muss sich von Sekunde zu Sekunde entscheiden, welche es jeweils betrachten und verfolgen will. Da ist zum einen das Werk: die Bilder, das Konzert. Da sind zum anderen die Bild- und Klang-Verursacher in Aktion: der den Ablauf des visuellen Geschehens bestimmende "Bildinstallateur" inmitten seines chaotisch wirkenden Equipments aus Tisch, Kameras, Strahlern, Kabeltrommeln und Kisten voller Alltagsgegenstände sowie der "Klangmaschinist" vor der Projektionsfläche, der die Bilderfolge im Blick hält und zeitgleich an der Computertastatur die Klänge mischt und einspielt.
 
Der Reiz der Performance liegt nicht zuletzt in der Zusammenschau von Ursache und Wirkung, in der offen vor Augen geführten Diskrepanz zwischen den Bild-/Klangquellen und dem ästhetischen Endprodukt: Miniaturobjekte und minimale Handarbeit bei cleaner Hightech-Unterstützung stehen gegen die riesenhaften Projektionen inmitten eines martialischen Klangteppichs, der einen gigantischen Maschinenraum simuliert.

 

 

 Info: Frank Niehusmann

Maschinen - ein Hörspiel

Motoren rattern, Rammen donnern.
Sounds aus Mechanik, Hydraulik und Pneumatik.

Text und Konzeption: Karl-Heinz Mauermann / Klang und Konzeption: Frank Niehusmann
 

Frank Niehusmann am Mischpult

 
Uraufführung:
 
engines: a radio play
 
at resonance 104,4fm
 - London‘s first radio art station
 
 
 
October 31st, 2003 (7.00 to 8.30 pm):

engines: a radio play
- a special radio version 
of "engine room"


featuring the voice of Rolf Dennemann /
"khmfn"
appear live 
on air
 
 


 
 

 

Deutsche Version
 
im Deutschlandradio Kultur
 
Maschinen - ein Hörspiel


 
 
 


Hörspielpreis
 
Phonurgia Nova 2006

sound is art)))
 
 

Karl-Heinz Mauermann and Frank Niehusmann
were awarded the PHONURGIA NOVA prize 2006
in the Radio Art section for their work
"Maschinen - ein Hörspiel".

(They share this Prize with Hanna Hartman, author of "Longitude 013°26'E".)
 
 
 
 
"The Loud-speaker is probably the greatest common denominator in all our lives today. Video, multimedia, car radios, mobile phones are all crafting a new life for sound. In all domains sound is an objet of research, of reflexion.
It is essential to open up creative, imaginative spaces for sound.
And to encourage people to listen."

Christian Leblé.
 
PHONURGIA NOVA was set up in 1986 under the impetus of Pierre Schaeffer, co-creator of 'musique concrete', and is chaired since 1998 by Dominique Fargeot. PHONURGIA NOVA, whose name derives from the 17th century book by the German Jesuit Athanasius Kircher, is a non-profit trust based in the French City of Arles. Its main activity is the promotion of sound art and creativity in radio.
The winner-pieces will be presented at IRCAM/Centre Pompidou the 16th of January at 7 pm as part of a retrospective of PHONURGIA NOVA.
 



 
 
 

DEGEM / webradio
Konzerte/Mitschnitte
 
 

Woche 15 - 20 / 06.04. - 17.05.09

Maschinen - ein Hörspiel
Von Frank Niehusmann und Karl-Heinz Mauermann

Motoren rattern, Rammen donnern, elektrische Signaltöne begleiten Sounds aus Mechanik, Hydraulik und Pneumatik. In diesen von Frank Niehusmann sinfonisch verdichtetem Klangraum mischen sich Karl-Heinz Mauermanns Textfragmente. Grimmige Maschinenhasser haben da ebenso das Wort wie emphatische Zukunftsoptimisten. Von einem fast schon untergegangenen Zeitalter lautstarker Maschinen wird berichtet, aber auch schon von neuen, andersartigen Apparaten. Alle Klänge sind Originale des 20. Jahrhunderts. Manche sind zwar bereits ausgestorben, die Maschinen in letzter Generation verschrottet, die Geister "unserer" Maschinen aber verfolgen uns weiter.

Komposition und Realisation: Frank Niehusmann
Text und Realisation: Karl-Heinz Mauermann
Sprecher: Rolf Dennemann
Produktion: Autorenproduktion 2004
Länge: 52 Minuten


 
 
DEGEM: webradio / Empfang über Internetstream: HIER

 

achtung! future!

concert for laptop-computer

by Frank Niehusmann

with video-work

by Karl-Heinz Mauermann    

Karl-Heinz Mauermann - khm - altes auge

achtung! future! ist eine Werkgruppe des Duos khmfn, die für Laptop-Computer und Videoprojektion entwickelt wurde.

achtung! future! besteht aus fünfzehn Titeln, die auf Aspekte, Situationen oder Orte verweisen, die in der Zukunft liegen:

· fuel delivery, · sorter flow, · albatros bridge, · luggage scan, · dribbling security, · shipping area,
· departure section, · cleaning level, · surface modulator, · food marker, · tube control,
· offshore recording, · carrier surveillance, · assembly line, · ground analyzer, · image investigator.

Karl-Heinz Mauermann - khm - junges auge

Zwischen den einzelnen Titeln erklären khmfn die Zukunft.

Es handelt sich auf der Klangebene um eine futuristische Art der "musique concrète" des Klangkünstlers Frank Niehusmann: voller historischer Maschinen-Klänge, Fabrik-Geräusche, synthetischer Roboter-Signale, Aufnahmen von alltäglichem Straßenverkehr und vielen anderen stark verfremdeten Klängen und Geräuschen aller Art.

In einer live-Version werden verschiedenen Bildebenen miteinander kombiniert. Dazu zelebriert der Konzept- und Videokünstler Karl-Heinz Mauermann die anachronistische Technik des analogen Umschaltens auf der Bühne. Vorproduzierte Clips zeigen Augen. Augen von alten Menschen, Augen von Kindern und Jugendlichen. Augenoperationen. Künstliche Augen. Verfremdete Augen. Augen in Bewegung. Eine zweite Bildebene zeigt Städte. Städte in Luftaufnahmen. Städte, in denen merkwürdige Figuren mit klotzigen Köpfen auftauchen. Diese Stadtbilder werden, für das Publikum direkt einsehbar und daher offensichtlich, von ausgedruckten Papierbildern abgefilmt und nur durch die Kamerabewegung manipuliert.

Die Performance entwickelt ihren Reiz durch den Kontrast zwischen High-Tech und dem Einsatz fast primitiv erscheinender, einfacher Elemente. Das Ergebnis dieser Kombination ist eine immer wieder ironische Brechung der Darbietung. Dies geschieht nicht zuletzt durch eine weitere immer wieder zwischengeschaltete Bildebene. Diese zeigt jedoch nichts; sie ist schwarz.

 



 

    
 



Neben der live-Version achtung! future! concert for laptop-computer with video-work gibt es auch

achtung! future! - a science fiction movie


Homepage: Frank Niehusmann

Aufführungen achtung! future! - on stage

 

 

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