Sprache / language

Eine ungebändigte Lust, Geschichten zu erzählen, die sich einzig einer skurrilen Logik verpflichtet fühlen. Und zu diesen Geschichten groteske Bilder finden.

langsame wechselfelder II [video]

 

 

Es begann im Kulturhauptstadtjahr 2010 als ›Kiosk-Alarm‹. 2016 geht das Bassklarinetten-Ensemble ›Die Verwechslung‹ ins fünfte Jahr einer unorthodoxen Konzert-/Performance-Reihe, mittlerweile unter dem Titel  Trinkhallen-Tour-Ruhr. 17 Kioske im gesamten Ruhrgebiet verwandeln sie für jeweils einen Abend in experimentelle Bühnen für zeitgenössische improvisierte Musik. Künstlerischer Austausch, das Ermöglichen ungeahnter Erfahrungen, die Überwindung stilistischer Grenzen und der offene Dialog mit dem Publikum stehen dabei im Mittelpunkt – Pop trifft auf Free Jazz, Avantgarde auf Trash, postdramatisches Theater auf die blanke Realität – absolut unprätentiös und dem Moment verpflichtet.

Die Trinkhallen-Tour-Ruhr im ›Wohnzimmer des Ruhrgebiets‹: ›Die Verwechslung‹ erzählen Geschichten dort, wo sonst die Leute ihre eigenen Geschichten erzählen.

Die Verwechslung: Florian Walter, Felix Fritsche & Lutz Streun – Bassklarinetten; Sabine Niggemann – Fotografie.

Seit 2013 arbeiten khm und Florian Walter gemeinsam in Video-/Sound-Performances.

Am 30. Juli 2016
Ein Experiment: khm versucht, den Saxophonisten Florian Walter vor dem Zigarrenhaus Gerhardt in Duisburg während der ›Trinkhallen-Tour‹ durch Manipulation des Raum-Zeit-Kontinuums zu entschleunigen.
Das Experimentalvideo ›langsame wechselfelder II‹ zeigt das Ergebnis.

 

Das Video wird gezeigt in blicke 24 – filmfestival des Ruhrgebiets.
Donnerstag, 24. November 2016, Endstation Kino, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum,

langsame wechselfelder II

| 2016 | 9‘09‘‘ | HD | experimentell | DE-Premiere
Karl-Heinz Mauermann, Essen
Musik: Florian Walter

 

der gefahr ins gesicht sehen

the bright eyes of danger

 

eine mündungsfeuerartige Collage von Videobildern, die als lustiges Front-Theater verlautbaren, was man alltäglich sehen muß, erinnern muß.

It's war! It's a kind of joke! Fun! Fun! Fun!

 

 

Uraufführung:

7. ClipAward Kurzfilmfestival

Sonntag, 27.5.2012, Katakomben, Schloss Mannheim

Special Sunday: TRASH BRUNCH

Der Veranstalter schreibt: Das Trash-Genre wird bei uns traditionell sehr hoch gehalten, entsprechend ist es ein Privileg, in diesem Programmblock zu laufen. Hier flimmern nur die verrücktesten, entrücktesten und skurrilsten Perlen über die Leinwand.

 

Nase Abschneiden!

 

Ein Film voller Grausamkeit, Morbidität und Erotik.
Karl-Heinz Mauermann zeigt ein Video.
Die Aufführung wird live musikalisch untermalt
von dem Bassisten Christoph Kammer
und ebenso live kommentiert vom Autoren selbst.
Also eher eine filmische Performance.

 

Erzählt wird die Geschichte verschiedener Personen, die entdecken, daß es gefährlich ist, zu viel zu sehen. Gelangen zu viele Bilder in den Kopf, wird der Kopf platzen. Davor muß man sich scützen!
Männer werden vorgestellt, die ihren Sehnerv verfaulen lassen. Über eine Sekte wird aufgeklärt, welche flagellantische Orgien feiert. Der Mythos, daß die Erfindung des Teflon ein Nebenprodukt der Weltraumfahrt sei, wird hinterfragt.
Die beste Methode, um zu verhindern, zu viel zu sehen, ist aber: Nase Abschneiden!

Karl-Heinz Mauermann
arbeitet konzeptionell. Er entwirft Ordnungssysteme für eine chaotische Welt und bedient sich dabei der Bildenden Kunst und ihrer Grenzbereiche zur Literatur und zur Musik. Die von ihm benutzten Medien reichen dabei von der Zeichnung über Collage, Computergrafik, Rauminstallation bis zum Video, zum Hörspiel und zu performances. In seinen Arbeiten erweitert er den traditionellen Werkbegriff, wenn er auch die Konzeption und Realisation von Ausstellungen zu originär künstlerischer Arbeit zählt.

Christoph Kammer
treibt, als strenger Verfechter der Lehre "Musik ohne Krach ist ein Bild" (F.B. Müller, Darmstadt 1989), die Verbindung verschiedener Kunstformen zu raum- und zeitfüllenden Gesamtkunstwerken voran, deren zum Teil heftige Wirkung beim Publikum Verwirrung und ausgelassene Heiterkeit gleichermaßen hervorrufen können. Sein besonderes Augenmerk gilt aktuell den Werken des französischen Komponisten Guillaume de Machaut und der Folkloregruppe "Los peinteros de Lunes".
Er studierte Kontrabass an der Folkwang Hochschule Essen, spielte und spielt fürs Theater und seine Zuschauer, lebt und arbeitet im Kunsthaus Essen und veranstaltet dort seit Januar 2010 jeden Montag unter dem Titel Montag Tontag (2010: evening sonx) eine Show mit performativem Ansatz, bei der er neben vielen Gästen auch immer mal wieder selbst auf der Bühne erscheint.

In den evening sonx arbeiteten khm + klangkammer erstmals zusammen.

 

Aufführungen: Nase Abschneiden! on stage

 

Nase Abschneiden! on stage



ein Schwarz/Weiß-Film, ohne Ton, live musikalisch untermalt von dem Bassisten Christoph Kammer und ebenso live kommentiert vom Autoren Karl-Heinz Mauermann

Das Publikum hört, was es nicht sieht.

Uraufführung
Kunsthaus Essen, 28.10.2010



Atelierhaus Steele, 12.3.2011



Grillo Theater, Essen, 17.6.2011


halfplugged festival, Bochum, 5.5.2012

 

 

recycling: glass

 

Eine starre Kameraeinstellung. Zu Beginn liegt auf dem Tisch ein Scherbenhaufen. Der Akteur tritt heran, ergreift einen Hammer, ein Schlag. Eine unbeschädigte Flasche wird auf den Boden gestellt. Zum Schluß ist der Scherbenhaufen abgearbeitet. Neben dem Tisch steht eine Batterie leerer Flaschen.

videostill

 



Aufführungen

 

im Rahmen der Ausstellung
waste not – want not, 5. April - 20. Mai 2008, Delden, NL, oude stadhuis

 

auf dem Festival
FILMER LA MUSIQUE, 2009, Paris, F

 

auf dem Festival
nano #1, 2015, Essen, D